Tanja Paar

Autorin

„1934 literarisch gestalten“ – Werkstattgespräch beim Wiener Kultursommer 2024

90 Jahre nach dem Februaraufstand und Juliputsch im Jahr 1934 behandeln mein Kollege Paul Ferstl und ich die Ereignisse in unseren historischen Romanen. Wir wurden beide für die noch unfertigen Bücher mit dem Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien ausgezeichnet. Bei diesem Werkstattgespräch mit kurzen Lesungen aus Textauszügen, geben wir Einblick in unsere Überlegungen, Recherchen und Versuche. Trotz des ähnlichen Settings, den 1930er-Jahren am Semmering beziehungsweise in der Obersteiermark, gehen wir unterschiedlich an die Sache heran, und möchten dies auch in einem Publikumsgespräch diskutieren. 

Wann: Freitag, 5. Juli 2024 um 18.30 Uhr

Bei freiem Eintritt auf der Openairbühne im Währingerpark

Beim #kultursommerwien #kulturumseck

https://kultursommer.wien/act/?id=334144-tanja-paar-paul-ferstl-1934-literarisch-gestalten&lang=de

https://complit.univie.ac.at/en/news-events/news-events/news/kultursommer-wien-tanja-paar-paul-ferstl-1934-literarisch-gestalten

„Der Scheitel seiner Frau“ in der Alten Schmiede

Werkstattgespräch zum unveröffentlichten Manuskript in der wienreihe.

Keine klassische Wasserglaslesung, sondern ein von Julia Danielczyk moderiertes Gespräch zu meinem Text: Im Rahmen der so genannten wienreihe werden die Elias-Canetti-PreisträgerInnen zu einem Werkstattgespräch eingeladen. Eine Lesung aus einem unveröffentlichten Manuskript, macht das Sinn? Für mich ist es eine Premiere und ich möchte sie nützen, um mit euch über Fragen des literarischen Entstehungsprozess zu diskutieren: 

  • Wie finde ich die richtige Erzählperspektive? 
  • Wie viel Recherche ist notwendig? Was muss ich weg lassen? Wie gehe ich dabei vor?
  • Recherchiere ich zuerst „alles“ oder schreibe ich parallel dazu?
  • Muss ich chronologisch von vorne nach hinten schreiben?
  • Wie viele Figuren brauche ich?
  • Was ist mein Fokus?
  • Und: Für wen schreibe ich das eigentlich?

Um diese und ähnliche Fragen wird es nach einem kurzen Auszug aus dem Text gehen. Ebenfalls lesen wird Paul Ferstl, Co-Canetti-Preisträger 2023.

Wann: 20. Juni 2023, 19 Uhr

Wo: Alte Schmiede Wien, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Eintritt frei! 

Info: https://alte-schmiede.at/alte-schmiede/recital-3/iwienreihei-tanja-paar-paul-ferstl

21.+22.4.2023: Sternlesen zum Welttag des Buches

Am offenen Bücherschrank, bei der Wanderung oder im Garten

Neun AutorInnen, 55 Leseorte in ganz Österreich: Zum Welttag des Buches findet auf Initiative von Marlen Schachinger und INK Niederösterreich (Institut für Narrative Kunst NÖ) wieder das STERNLESEN statt. Dabei lesen die AutorInnen Renate Aichinger, Hans Augustin, Markus Köhle, Heinz Kröpfl, Tanja Paar, Bruno Pisek, Gabriele Russwurm-Biro, Ines Strohmaier und Marlen Schachinger an ungewöhnlichen Orten, d.h. nicht nur in Büchereien, sondern auch an öffentlichen Plätzen, Wartehäuschen oder am Badesteg. Ziel ist es, Lust aufs Lesen zu machen. Die Bücher werden im Anschluss verschenkt und sollen bestenfalls von Hand zu Hand weitergereicht werden. Die Aktion gipfelt in einem Lese-Flashmob am 22.4. um 17 Uhr am Hauptplatz in St. Pölten. Ich freue mich, dass ich mit Lesungen am 21. und 22. 4. in Lunz, Bodingboden, Gaming und Maierhöfen dabei bin.

Mehr Info:
https://www.noen.at/st-poelten/welttag-des-buches-abschluss-von-sternlesen-in-st-poelten-mit-lese-flashmob-und-mehr-st-poelten-363084091

Elias-Canetti-Stipendium 2023

Schreibzeit für meinen Roman am Semmering

Es freut mich sehr, dass ich eine der Elias-Canetti-StipendiatInnen 2023 bin. Seit 40 Jahren stiftet die Kulturabteilung der Stadt Wien zu Ehren des Nobelpreisträgers für Literatur dieses Stipendium, PreisträgerInnen waren bisher u.a. Marianne Fritz, Gert Jonke, Christoph Ransmayr, Josef Haslinger, Robert Menasse, Olga Flor, um nur einige zu nennen.

Autor*innen, die bereits ein repräsentatives Werkverzeichnis vorweisen können, bekommen so die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv auf ihre schriftstellerische Arbeit zu konzentrieren. In der Jurybegründung heißt es zu meiner Einreichung:

„Tanja Paars Romanprojekt „Der Scheitel seiner Frau“ widmet sich der im Semmeringgebiet in der Zeit zwischen den 1920er und den 1940er Jahren zusammentreffenden gemischten Gesellschaft. Es handelt sich um betuchte Sommerfrischler, aber auch um einheimische „kleine“ Leute – Beamte, Kaufleute, Arbeiter*innen. Der Roman verspricht fundierte zeitgeschichtliche Einblicke, unter anderem in die Geschicke der jüdischen Bevölkerung. Die eingereichte Textprobe besticht durch ihre raffinierte Erzählweise.“

Paul Ferstl, Eva Geber und ich erhalten das Elias-Canetti-Stipendium 2023 zum ersten Mal, Richard Schuberths Stipendium wird um ein Jahr verlängert. 

Berlin, wir kommen!

Peschka, Arnautovic und Paar bei #meaoiswiamia 

Österreich ist Gastland bei der Buchmesse Leipzig 2023. Deswegen wird das ganze Jahr bei diversen Veranstaltungen im In- und Ausland unter dem Motto #meaoiswieamia der Schwerpunkt auf die österreichische Gegenwartsliteratur gelegt. Wir sind dabei – und dürfen den „Salon Lobmeyer“ im österreichischen Kulturforum Berlin vertreten. 

Ist ein Salon noch zeitgemäß? Wir sagen ja. Weil es eine neue Form von Salon ist. Nicht primär Repräsentation, sondern Vernetzung, Austausch und Unterstützung von AutorInnen untereinander und miteinander. Ein Raum für Versuche, erste Textpassagen und letzte Korrekturen. Ein privater Ort, der doch durchlässig ist, Gäste sind willkommen, manche bleiben. Getrunken und gegessen wird auch. Ein Salon im Gemeindebau: Siehe  https://tanjapaar.at/2021/06/01/salon-lobmeyr-in-literatur-und-kritik/

Wann? 23.2.2023, 19 Uhr

Wo? Österreichisches Kulturforum Berlin, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin

Musik: Paul Schuberth

Moderation: Christian Ankowitsch

https://kulturforumberlin.at/veranstaltungen/meaoiswiamia-der-salon-lobmeyr-zu-gast-in-berlin/

„Die zitternde Welt“ in der Türkei

Lesung im Austrian Culture Forum Istanbul 

Endlich kehrt mein Roman an den Ort seiner Entstehung zurück: Am 30. November 2022 lese ich im österreichischen Kulturforum in Istanbul aus „Die zitternde Welt“. Ort der Handlung ist das Osmanische Reich, in dem sich ein österreichischer Eisenbahningenieur um die Jahrhundertwende am Bau der „Bagdadbahn“, die einst Berlin mit Bagdad verbunden hat, beteiligt. Im Fokus meines Buches steht aber Maria, seine eigenwillige Frau, der auch die Lesestellen an diesem Abend gewidmet sein werden. Sie folgt ihm 1896 ohne sein Wissen hochschwanger nach Anatolien, wo sie ein für die damalige Zeit sehr selbstbestimmtes Leben führt – bis der 1. Weltkrieg das Leben der Familie durcheinanderwirbelt. Es folgen Trennungen, Exil, Neuanfänge. Die Themen (Sprach)heimat, Selbstbestimmung und Identität verbinden diesen historischen Roman mit der Gegenwart.

am 30. November 2022
um 19.30 Uhr
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten!

Den Frauen das Wort!

Literaturfestival auf Schloss Hartberg 2022

Inspirierende weibliche Stimmen aus Österreich versammelt das diesjährige Literaturfestival an fünf Abenden auf Schloss Hartberg: Marianne Jungmaier hat die Kolleginnen Karin Peschka, Ljuba Arnautovic, Barbara Rieger und Maria Seisenbacher zu einem Podiumsgespräch über Carearbeit und Schreibarbeit eingeladen. Außerdem gibt es Lesungen mit Musik und Autorinnengespräche mit Judith W. Taschler, Teresa Präauer, Clementine Skorpil und Beate Maxian. Zwei der Gespräche führe ich, da ich selbst gerade „zwischen den Büchern“ bin. Am 3.11. unterhalte ich mich mit Teresa Präauer über ihr neuestes Buch „Mädchen“ und am 4.11. diskutieren wir mit Clementine Skorpil über ihren Roman „Wo das Licht herkommt“. 

Infos: 

Teresa Präauer „Mädchen“ Wallstein, 2022

Lesung mit Musik und Gespräch:
Donnerstag, 3.11.2022, 19.30 Uhr
Rittersaal Schloss Hartberg

Moderation Tanja Paar
Musik Lilli Seitinger, Klavier

https://www.hartberg.at/index.php?seitenId=1012&eventsId=7752

Clementine Skorpil: „Wo das Licht herkommt“, Leykam 2021

Lesung mit Musik und Gespräch:
Freitag, 4. 11. 2022
Rittersaal Schloss Hartberg

Moderation Tanja Paar
Musik: String Duo Margarethe Herbert, Cello & Melissa Colemann, Cello

https://www.hartberg.at/index.php?seitenId=1012&eventsId=7753

VVK € 15,- / AK €18,- | Kombikarte für alle Lesungen € 40,-
Kartenverkauf im Stadtservice im Rathaus Hartberg
Reservierungen unter kultur@hartberg.at 

„Alle Sinne leben“

Erotische Literatur: Die Dame ohne Unterleib 

Die Erotik ist ja das Schwierigste in der Literatur, trotzdem habe ich es in die Anthologie „Alle Sinne leben“ geschafft. Zu meiner eigenen Verwunderung. Es geht um eine Puppe. Aber nicht so, wie ihr denkt. 

Der „Menantes-Literaturpreis für erotische Dichtung“ wurde im Jahr 2006 erstmals in Deutschland ausgelobt, 2022 wird er zum achten Mal vergeben. Mein Text hat es unter die besten 20 geschafft und erscheint nun in der Anthologie des Mitteldeutschen Verlages. Insgesamt 575 Gedichte und Kurzgeschichten aus neun Ländern – Deutschland, Österreich, Schweiz, Namibia, Italien, Portugal, USA, Schweden und Frankreich wurden eingesendet. Es gab 293 Einreichungen.

Die von Christa Unzner illustrierte Sammlung von Lyrik und Geschichten ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich. Und im weniger gut sortierten auch, aber da bestellt ihr hoffentlich nicht.

ca. 128 S., Br., 135 × 210 mm, s/w-Illustrationen
ISBN 978-3-96311-684-1

http://www.mitteldeutscherverlag.de/literatur/alle-titel-literatur/menantes-f%C3%B6rderkreis-alle-sinne-leben-detail

14.7.: Frauen im Krieg – Lesung beim Wiener Kultursommer 2022

In dieser Lesung mit den Kolleginnen Ljuba Arnautović und Sabine Scholl geht es um Frauen im Krieg, das Exil, das Aufbrechen und das Ankommen – Themen, die gerade heute sehr aktuell sind. Ljuba Arnautović erzählt mit ihrer Familiengeschichte das Drama des 20. Jahrhunderts in Wien, Moskau und im Gulag. Ich beschäftige mich in meinem Roman „Die zitternde Welt“ mit Emigration, Krieg und Vertreibung von der Jahrhundertwende bis in die 1930er-Jahre. Sabine Scholl beschreibt in ihrem neuen Buch zehn Frauenschicksale im 2. Weltkrieg. Beim Kultursommer 2022 präsentieren wir gemeinsam Textauszüge.

Diesmal findet die Lesung auf der neuen Bühne im Mühlschüttlparkt statt. Das ist direkt am Ufer der Alten Donau im 21. Bezirk, erreichbar beispielsweise mit der Buslinie 33A (Mühlschüttel) und wenige Gehminuten von der U6 Floridsdorf. Ihr könnt also vor oder nach der Lesung ins Wasser springen. Wie immer beim Kultursommer sind alle Lesungen bei freiem Eintritt zu besuchen. Reservierung nicht notwendig, es sind genügend Liegestühle vorhanden!

Ljuba Arnautović, geboren 1954 in Kursk (UdSSR), lebt in Wien. Nach dem Studium der Sozialpädagogik arbeitete sie für das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, als Russisch-Übersetzerin und Rundfunkjournalistin. Ihr erster Roman, „Im Verborgenen“, stand auf der Shortlist Debüt für den Österreichischen Buchpreis 2018. Zuletzt erschien 2021 ihr Roman „Junischnee“ bei Zsolnay. 

Sabine Scholl ist seit 1990 freie Schriftstellerin; Sie nahm Lehraufträge an diversen Hochschulen wahr; von 1996 bis 2000 lebte sie in Chicago, von 2000 bis 2001 in New York und 2003/04 in Nagoya/Japan. Seit 2001 lehrt sie vor allem Literarisches Schreiben an diversen Universitäten, u. a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Von 2009 bis 2012 war sie Professorin für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Sie ist heute in Berlin ansässig.

Wann? 14.7.2022, 18.30 Uhr

Wo? Mühlschüttelpark, Floridsdorf (U6 oder Bus 33 A)

https://kultursommer.wien/veranstaltung/literaturmix-sabine-scholl-die-im-schatten-die-im-licht-ljuba-arnautovic-tanja-paar-lesung/

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